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Willkommen am Lehrbienenstand des Imkerverein Hallenberg-Züschen

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Imker stehen im Umgang mit ihren Honigbienen in einer jahrtausendealten Tradition. Der süße Honig war bis in die Neuzeit hinein das einzige Lebensmittel, das das Verlangen der Menschen nach Süßem stillen konnte.

Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Zuckerrübe entdeckt, die bald das bis dato der reichen Oberschicht vorbehaltene Zuckerrohr aus Übersee ersetzen konnte. Wer in den Jahrhunderten zuvor etwas Süßes genießen wollte, musste es von den Honigbienen holen.

Doch nicht nur wegen des Honigs gehörten Imker zu einem hoch angesehenen Berufsstand. Bienenwachs war über Jahrhunderte hinweg der wichtigste Rohstoff für Kerzen, die in Kirchen, Klöstern und Adelshäusern für Licht sorgten.

Ebenso war in der hiesigen Region die Imkerei mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Ein paar Strohkörbe im Bauerngarten gehörten zu fast jedem Haus, und der geerntete Honig war eine begehrte Bereicherung der Küche.

Mit dem Aufkommen moderner Bienenwohnungen und Methoden der Honiggewinnung mittels Honigschleudern Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Imkerei zunehmend auch zu einem beliebten Nebenerwerb, besonders bei Dorfschullehrern und Pfarrern/Pastoren, die mittels Honigverkaufs ihre kargen Einkünfte aufbessern konnten.

Zeidlerei – Historische Darstellung der Waldimkerei von 1774
Zeidlerei – Historische Darstellung der Waldimkerei (1774)

Mit dem Aufkommen moderner Bienenwohnungen und Methoden der Honiggewinnung mittels Honigschleudern Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Imkerei zunehmend auch zu einem beliebten Nebenerwerb, besonders bei Dorfschullehrern und Pfarrern/Pastoren, die mittels Honigverkaufs ihre kargen Einkünfte aufbessern konnten.

Das hohe Ansehen der Imker (mittelalterlich Zeidler genannt) zeigt sich auch in zeitgenössischen Darstellungen. Der Zeidler wird immer als Armbrustträger abgebildet. Ein Privileg, das außer Soldaten keine Berufsgruppe hatte.

Auch in der Heilkunde haben Honig, Wachs und Propolis seit Jahrtausenden eine bedeutende Rolle. Honigtöpfe als Grabbeigaben in ägyptischen Pyramiden zeugen von der Wertschätzung und spirituellen Bedeutung.

Durch die Bestäubung von Obstkulturen und Wildpflanzen wurde zugleich die Vitaminversorgung der Menschen verbessert – ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Gesundheit früherer Generationen.

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Honigsammlerin in der Höhle Cuevas de la Araña
Honigsammlerin in der Höhle Cuevas de la Araña (ca. 12.000 Jahre alt)

Die frühzeitliche Honigsammlerin in der Höhle Cuevas de la Araña gilt als eine der ältesten bekannten Darstellungen der Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene. Die rund 12.000 Jahre alte Felszeichnung zeigt eindrucksvoll, dass Honig bereits lange vor der Sesshaftwerdung des Menschen eine begehrte und wertvolle Nahrungsquelle war.

Honig lieferte nicht nur schnell verfügbare Energie, sondern besaß vermutlich auch medizinische und rituelle Bedeutung. Die Fähigkeit, Bienennester in steilen Felswänden aufzuspüren und den kostbaren Honig zu bergen, erforderte Mut, Geschick und Erfahrung – Eigenschaften, die in frühen Gemeinschaften hohes Ansehen genossen.

Sanitätsrat Heinrich Schlüter
Sanitätsrat Heinrich Schlüter

Sanitätsrat Heinrich Schlüter war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit rund 50 Bienenvölkern der mit Abstand größte Imker der Region. Seine Bienenvölker hielt er in Hallenberg in der Grube.

Mit der Gleichschaltung des Imkerwesens im Jahr 1936 unterlag die Imkerei staatlicher Kontrolle. Jeder Imker musste Honig und Wachs abliefern und erhielt im Gegenzug Zucker zur Winterversorgung seiner Völker.

Wir Imker des Imkervereins Hallenberg-Züschen verstehen uns als Teil dieser langen Tradition. Mit unserem Lehrbienenstand und seinen vielfältigen Exponaten möchten wir unsere Begeisterung für die Welt der Honigbienen an alle Besucherinnen und Besucher weitergeben.

Manfred Hornig

Manni
Manni wird dich durch unseren Lehrbienenstand führen
Imkerverein Hallenberg-Züschen
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am Rees

Unser historisches Bienenhaus

Historisches Bienenhaus
Unser historisches Bienenhaus

Vom Lehrer Heinrich Freudenstein, dem ersten Leiter der Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht und Seidenbau in Marburg/Lahn, entwickelt, wurde die Frauenberger Dickwabenbeute im Freudenstein Maß dann vom Modellschreiner J. Kramer gebaut und in großer Stückzahl vertrieben. Diese fanden dann in unserer hiesigen Region starke Verbreitung. Diese Dickwabenbeuten waren besonders geeignet, um aus knappen Trachtangeboten oder kurzen Trachtzeiten höchste Ernten zu erzielen. Mit 10 Waben im Brutraum, 6 Waben im Seitenabteil und 13 Dickwaben im Honigraum genügten sie auch zur Unterbringung starker Völker. Diese fanden dann in unserer hiesigen Region starke Verbreitung. Diese Dickwabenbeuten waren besonders geeignet, um aus knappen Trachtangeboten oder kurzen Trachtzeiten höchste Ernten zu erzielen. Mit 10 Waben im Brutraum, 6 Waben im Seitenabteil und 13 Dickwaben im Honigraum genügten sie auch zur Unterbringung starker Völker. Diese fanden dann in unserer hiesigen Region starke Verbreitung. Diese Dickwabenbeuten waren besonders geeignet, um aus knappen Trachtangeboten oder kurzen Trachtzeiten höchste Ernten zu erzielen. Mit 10 Waben im Brutraum, 6 Waben im Seitenabteil und 13 Dickwaben im Honigraum genügten sie auch zur Unterbringung starker Völker.

Frauenberger Dickwabenbeute
Frauenberger Dickwabenbeute

Diese fanden dann in unserer hiesigen Region starke Verbreitung. Diese Dickwabenbeuten waren besonders geeignet, um aus knappen Trachtangeboten oder kurzen Trachtzeiten höchste Ernten zu erzielen. Mit 10 Waben im Brutraum, 6 Waben im Seitenabteil und 13 Dickwaben im Honigraum genügten sie auch zur Unterbringung starker Völker. Der Brutraum ist mit einem Baurahmenfenster ausgestattet, der seitliche Raum verfügt über ein eigenes Flugloch. Die mit Absperrgitter versehene Verbindung zum Brutraum konnte mit Blechschiebern verschlossen werden. Zwischen Brut- und Honigraum befand sich ein abdeckbares Absperrgitter. Diese Bienenwohnung war seit den 1930er-Jahren im hiesigen Raum weit verbreitet.

Original-Frachtbrief unserer Beuten von 1942
Original-Frachtbrief unserer Beuten von 1942

Drei Originalkästen wurden uns von Wilhelm Steden aus Braunshausen aus dem Imkernachlass seines Vaters Franz Steden, einem Gründungsmitglied unseres Vereins, gespendet. Dieser hatte im Mai 1942 – in den Wirren des Zweiten Weltkriegs zur Zeit des Tauschhandels – mit einem Rucksack voll Schinken, Wurst und anderen Leckereien der Hausschlachtung diese Kästen in Marburg eingetauscht. Die Beuten wurden per Bahn nach Hallenberg geschickt und mit dem Kuhgespann nach Braunshausen geholt.

Der Imkerverein Hallenberg-Züschen möchte dem Besucher die längst vergangene, beschauliche Form der Bienenhaus-Imkerei mit ihrem intensiven Geruch nach Propolis, Wachs und Honig vermitteln. Mit dem Nachbau dieses historischen Bienenhauses und den dazugehörigen Bienenkästen möchten wir diese Imkertradition für kommende Generationen erhalten und den Besuchern eine Reise mit allen Sinnen in längst vergangene Imkerzeiten ermöglichen.

Imkerverein Hallenberg-Züschen

Manni
Unser historische Bienenhaus
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Die Honigbiene

 

Keiner befiehlt, und doch folgen alle-

Keiner verwaltet, doch die Gemeinschaft funktioniert-

Kein Einfluß des Menschen kann die Ordnung zerstören-

Die Natur schreibt die Regeln, wieviel Zeit bleibt zu folgen?

 

Manfred Hornig

Imkerei 2.0
Unsere Stockwaage am Lehrbienenstand

Unsere Stockwaage am Lehrbienenstand
Waage am Lehrbienenstand

Im Jahr 2020 keimte die Idee auf, am Lehrbienenstand eine Stockwaage zu installieren, um den Tracht- und Brutverlauf der dort stehenden Völker auch aus der Ferne beobachten zu können. Im März 2021 startete schließlich das Projekt „Stockwaage“ am Lehrbienenstand.

Nach dem Vergleich verschiedener Systeme fiel die Wahl bewusst auf das Open-Source-Projekt der beelogger Community. Ausschlaggebend waren der extrem niedrige Stromverbrauch sowie der Einsatz eines Arduino-Mikrocontrollers. Die Messdaten können automatisch übertragen und grafisch ausgewertet werden.

lorawan
LoraWan

Um die laufenden Kosten für die Datenübertragung gering zu halten, installierten Mitglieder des Imkervereins Hallenberg-Züschen ein öffentlich zugängliches LoRaWAN-Netzwerk in Hallenberg. Übertragen werden Gewicht, Brutraumtemperatur sowie Umweltwerte wie Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Ein herzlicher Dank gilt dem beelogger-Team, ohne dessen Engagement dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Für weitere Fragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Ein Projekt von beelogger Logo

Manni
Manni erklärt Dir unsere Stockwaage,
Imkerverein Hallenberg-Züschen
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Wie weit fliegen unsere Bienen?

 Anhand des eingetragenen Pollens fragt sich der Imker manchmal... "wo haben meine Bienen denn diesen gesammelt" eine entsprechende Trachtpflanze ist einem nicht sofort bewusst. Unsere Bienen haben in der Regel einen Flugradius von 3km. Befinden sich genug nektarspendende Pflanzen in unmittelbarer Nähe begnügt sich unsere Biene auf einen Umkreis von 1km denn unsere Honigbiene ist ein effektives und rationelles Wesen. Es kann aber durchaus passieren, dass an Ermangelung geeigneter Trachpflanzen der Radius sich auf 5km ausdehnt. Zu wissen, dass unsere Biene in der Regel 3km weit fliegt, ist das eine, aber zu verstehen, welches Gebiet sie damit abdecken um an den begehrten Nektar zugelangen, ist etwas ganz anderes. Schauen wir uns das Ganze doch einmal auf einer Karte an, um zu erahnen, wie weit 3km sein können und welche topographischen Unwegbarkeiten unsere Bienen überwinden müssen, um an den begehrten Nektar zu gelangen. Dabei leistet unsere Honigbiene unverstellbares. Eine Biene legt  am Tag rund 50 bis 60 Kilometer zurück um Blütennektar zu sammeln. Sie muss an die sechs Millionen Blüten abfliegen, um ein Kilo Honig zu erzeugen.

Manni
Der Flugradius unserer Bienen
Imkerverein Hallenberg-Züschen
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Über uns

Imkerverein Hallenberg-Züschen, gemeinnütziger Verein zur Förderung und Pflege der Honigbienenhaltung

Verantwortlicher
Thomas Berkenkopf
Alreff 4
59969 Hallenberg

Redaktion
Markus Paffe
Hohe Straße 13
59969 Hallenberg

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